Der-letzte-Tango-in-Paris-stadmarketing-stralsund-kulturkirche

-Film und Einführung mit Heidi Freyberger und Irene Höhn-

am Dienstag, den 24. April 2018
um 19.00 Uhr
in der Kulturkirche St. Jakobi/ Gustav-Adolf-Saal

Als Bernardo Bertoluccis Film „Der letzte Tango in Paris“ 1972 in New York uraufgeführt wurde, war er sogleich von heftigen Beifallsstürmen als auch von lautstarken Buhrufen begleitet. Der Film beschwor aufgrund seiner freizügigen Sex-Szenen einen öffentlichen Skandal herauf. Auf der sichtbaren Ebene ist der Film auch heute als eine gesellschaftliche Provokation und eine im Sinne der 68-Generation formulierte Abrechnung mit der als deformiert erlebten Gesellschaft zu verstehen. Aus psychoanalytischer Sicht ist er gleichzeitig eine moderne Version des Orpheus–Mythos.
Ein alternder Amerikaner und eine junge Französin treffen sich zufällig in einer Pariser Wohnung. Beide haben schwere Verluste zu verkraften. Bei Paul ist es der Tod seiner Ehefrau, mit der ihn eine ambivalente und unsichere Beziehung verband. Bei der jungen Jeanne ist es ihr im Krieg gefallener Vater. Beide Protagonisten stürzen sich in eine sexuelle Beziehung, in der Paul das Schweigen über das vergangene und gegenwärtige Leben zum obersten Gebot erhebt. In der Analogie zum Orpheus-Mythos suchen beide Erlösung aus dem Totenreich, die aber nicht gelingt.

Das Gemeinschaftsprojekt des HELIOS Hanseklinikums Stralsund und des Kreisdiakonischen Werkes Stralsund e. V., widmet sich in ihrer nun bereits 3. Reihe von Vorträgen und Filmpräsentationen in diesem Jahr u.a. dem Thema Lust & Sexualität. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Eintritt frei!